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Schmerz reduziert - Blutdruck erhöht? Hypertonie und Analgetika

Wer kennt das nicht? Schmerzen, die plötzlich auftreten, um uns das Leben schwer zu machen – seien es Kopf-, Erkältungsschmerzen oder durch Gelenk- und Skeletterkrankungen/-entzündungen verursachte. Schmerzmittel sind da ein Segen, retten uns über den Tag oder auch über mehrere, insbesondere wenn langwierige Erkrankungen zu behandeln sind. Liegt jedoch die Diagnose Bluthochdruck (Hypertonie) bereits vor oder besteht ein erhöhtes Risiko, daran zu erkranken, muss bedacht werden, dass einige Schmerzmittel (Analgetika) den Blutdruck beeinflussen oder Wechselwirkungen mit den blutdrucksenkenden Mitteln (Antihypertonika) zeigen können.

Warum können Mittel gegen Schmerzen den Blutdruck negativ beeinflussen?

Viele Schmerzmittel funktionieren, indem sie die Produktion bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine) einschränken, die an der Entstehung von Schmerzen und Entzündungen beteiligt sind. Diese Prostaglandine wirken außerdem blutdrucksenkend – und dieser Effekt fehlt freilich, werden sie dauerhaft reduziert. Die meisten Schmerzmittel dieser Art sind frei verkäuflich, in Deutschland teils apothekenpflichtig – informieren Sie uns also beim Kauf von Schmerzmitteln in jedem Fall über das Vorliegen von Bluthochdruck. Die gute Nachricht: Die blutdrucksteigernde Wirkung der Schmerzmittel stellt sich erst bei einem Konsum über einen längeren Zeitraum hinweg ein.

Machen Schmerzmittel Druck?

Mehrere Studien, die in jüngerer Zeit durchgeführt und ausgewertet worden sind, bestätigten den Einfluss verschiedener Analgetika auf die Höhe des Blutdrucks. So wurde an der Harvard University bei über 16 000 Männern, durchschnittlich 65 Jahre alt, die Entwicklung der Blutdruckwerte unter der Einnahme verschiedener Analgetika über einen Zeitraum von vier Jahren beobachtet. Nahezu 2 000 der Teilnehmer entwickelten währenddessen eine Hypertonie. Bei jenen Probanden, die sechs bis sieben Tage in der Woche Paracetamol eingenommen haben, war das Bluthochdruckrisiko um 34 Prozent erhöht, unter Ibuprofen und Naproxen (NSAR = Nichtsteroidale Antirheumatika) sogar um 38 Prozent, während bei Aspirin (ASS, ebenfalls zur Gruppe der NSAR gehörend) die Erkrankungsgefahr um 26 Prozent angestiegen ist. Derselbe Wirkstoff, der einerseits aufgrund seiner blutverdünnenden Wirkung zur Vorbeugung von Herzinfarkt/Schlaganfall eingesetzt wird kann also, bei entsprechender Dosierung, Bluthochdruck begünstigen. Deshalb: Suchen Sie bei Unsicherheiten das Gespräch mit dem behandelnden Arzt/Kardiologen; die zur Vermeidung von Blutgerinnseln normalerweise verordnete geringe Aspirin-Menge gilt als kaum/nicht relevant bezüglich des Blutdrucks.

In einer Doppelblindstudie mit 444 US-Patienten, deren Resultate bei einem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie im August 2017 in Barcelona bekanntgegeben worden sind, wurde ebenfalls der Einfluss auf den Blutdruck von Ibuprofen bestätigt. Bei den Patienten, welche zur Behandlung von Arthrose oder rheumatoider Arthritis Ibuprofen längerfristig eingenommen haben, ist der Blutdruck und somit das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen angestiegen. Die Auswirkungen auf den Blutdruck waren heftiger als die von Naproxen oder Celecoxib. Dass ausgerechnet nicht steroidale Antirheumatika wie Ibuprofen sich ungünstig auf den Blutdruck auswirken ist in Anbetracht der Tatsache, dass bei älteren Menschen häufig sowohl ein rheumatisches/arthritisches Beschwerdebild als auch eine Hypertonie vorliegt, erschwert die Auswahl des richtigen Medikamentes.

Sollen wir Schmerzen nun tapfer ertragen?

Auch das Ignorieren und stoische Dulden von Schmerzen ist keine Lösung – schließlich haben gerade die bei Gelenk- und Muskelproblemen verordneten Analgetika neben der schmerzlindernden häufig auch eine entzündungshemmende und/oder muskelentspannende und somit kurative Wirkung, auf die nicht verzichtet werden sollte. Unbehandelter Schmerz bedeutet zudem Stress für unseren Körper, und somit auch für unser Herz-Kreislauf-System. 
Um also das Risiko unerwünschter kardiovaskulärer Nebenwirkungen zu minimieren, ist, insbesondere bei einer längerfristig angelegten Behandlung mit Schmerzmitteln, unbedingt der ärztliche Rat einzuholen. 
Sich selbstständig rezeptfreie Schmerzmittel zu „verordnen“ kann gefährlich werden, vor allem, wenn man zur Hypertonie neigt (genetisch bedingte und andere Risikofaktoren) ober bereits daran erkrankt ist. Auch ist es ratsam, den Blutdruck während einer länger andauernden Behandlung mit Schmerzmitteln regelmäßig zu kontrollieren/kontrollieren zu lassen.

Nicht vergessen:

Auch schlichte Gewohnheiten, wie auf ein gesundes Körpergewicht zu achten (bei übergewichtigen Menschen geht mit einer Reduzierung des Körpergewichts meist auch eine des Blutdrucks einher), regelmäßige Bewegung/sportliche Aktivität sowie eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Werkzeuge, um den Blutdruck positiv zu beeinflussen.

 

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