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Vitamin D-Mangel und Autoimmunerkrankungen

Vitamin D ist für unseren Körper von großer Bedeutung – ganz praktisch also, dass er es selbst herstellen kann. Dafür benötigt unser Organismus allerdings Sonnenlicht, sonst kann das essentiell wichtige Hormon nicht in Produktion gehen. Was im Sommer (am schnellsten um die Mittagszeit, wenn schon innerhalb von 15 Minuten der Tagesbedarf gedeckt werden kann) hervorragend funktioniert, ist im Winter schwierig – wenn nicht unmöglich, da der Einfallswinkel ihrer Strahlen in unseren Breitengraden dafür nicht passt. Das Hormon kann und muss daher in der Zeit von etwa Oktober bis März über die Nahrung (z.B. fetter Fisch wie Lachs, Fischöl; Weidebutter oder Eigelb) oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.

Kräftige Knochen und Gelenke, feste Haut, eine fitte Muskulatur, unser Immun- sowie das Herz-Kreislauf-System, unser Stoffwechsel … sie alle sind auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D angewiesen – auch als „Gute-Laune-Vitamin“ wird es bezeichnet und es steht in Verdacht, bezüglich bestimmter Krebserkrankungen eine schützende Wirkung zu haben. Außer Zweifel steht, dass es einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von chronischen beziehungsweise Autoimmun-Erkrankungen und Vitamin D-Mangel gibt.

Warum werden chronische und Autoimmun-Erkrankungen durch einen Mangel an Vitamin D begünstigt?
Das Hormon hat und unterstützt wichtige Steuerungsfunktionen und auch an der Bildung anderer Hormone (z.B. Testosteron) ist es beteiligt. Um unseren Magen-Darm-Trakt funktionsfähig zu halten und für das regelrechte Wachstum der Darmzellen zu sorgen ist Vitamin D wichtig. Hier besteht auch ein Zusammenhang mit unserer Immunabwehr, sodass es leichter zu (chronischen) Entzündungen kommen kann. Insbesondere soll sich eine gute Vitamin D-Versorgung regulierend in Bezug auf die Autoimmunerkrankung Morbus Crohn auswirken. 
Es muss grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass beim Vorliegen einer Autoimmunerkrankung (wie chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen oder des zentralen Nervensystems [z.B. Multipler Sklerose], Schilddrüsenerkrankungen wie Morbus Basedow oder Hashimoto [auch Diabetes mellitus geht häufig auf das Konto der Autoimmun-Erkrankungen]) der Körper mehr Vitamine und Mineralstoffe benötigt als der eines gesunden Menschen. Die Empfehlungen bezüglich der Dosis sollten also individuell erfolgen.
Was das Vitamin D anbelangt, ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gut ein Drittel der Menschen in Deutschland unterversorgt. Feststellen lässt sich die Konzentration mittels einer Blutuntersuchung – insbesondere beim Vorliegen von Autoimmun-Erkrankungen gilt ein Wert von 50 bis 80 ng/ml als erstrebenswert.

 

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