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Weißdorn gibt dem Herzen Kraft

Der Weißdorn (Crataegus) meint es von Herzen gut – vor allem: mit unserem Herzen. Führte man das früher auf die „Magie“ des Weißdorns zurück, der als dichte, schwer zu durchdringende Heckenpflanze und mithilfe seiner Dornen, laut altem Volksglauben, sogar böse Geister vertreiben konnte, so weiß man heute, dass sowohl seine Blüten als auch seine Blätter reich an Procyaniden und Flavonoiden sind – und deren herzstärkende Wirkung ist keinesfalls „magisch“, sondern wissenschaftlich nachgewiesen. Bei (oft mit dem Älterwerden einhergehender) Herzschwäche (Herzinsuffizienz) in den NYHA-Stadien I und II findet Weißdorn daher häufig Verwendung, auch in Kombination mit anderen Wirkstoffen.
Ein Wort zur Herzschwäche: Normalerweise pumpt ein Herz ausreichend Blut (und somit genügend Sauerstoff und Nährstoffe) durch unsere Blutgefäße, sodass alle Organe ständig problemlos versorgt werden. Lässt aber die Herzleistung irgendwann nach (auch beim Herzen handelt es sich um einen Muskel, der mit der Zeit schwächer wird), ist diese regelrechte Versorgung nicht mehr gewährleistet, obwohl häufig das schwächere (oft ältere) Herz gerne versucht, dieses Defizit durch häufigeres Schlagen (erhöhte Pulsfrequenz) auszugleichen. 
Der spürbare Effekt ist, dass sich Betroffene häufig bei körperlicher Belastung sehr schnell müde und erschöpft fühlen. Ein weiteres Anzeichen ist das Auftreten von Kurzatmigkeit, selbst bei normalen, körperlich wenig beanspruchenden Tätigkeiten. Im Ruhezustand dagegen sind Personen, die an einer Herzinsuffizienz leiden, meist beschwerdefrei. Mit ursächlich und gleichzeitig symptomatisch für eine (altersbedingte) Herzschwäche, die daher auch gerne als „Altersherz“ bezeichnet wird, können auch Erschöpfungs- oder sogar Angstzustände sowie Schlafprobleme sein.
Weißdornpräparate brauchen ihre Zeit (so wie auch der Weißdornbusch Zeit zum Wachsen braucht) bis sich ihre Wirkung zeigt – und sind daher sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung empfohlen. Da keine Neben- oder Wechselwirkungen (mit anderen Medikamenten) zu befürchten sind, ist die Einnahme der herzensguten Crataeguspräparate völlig unbedenklich – auch über einen längeren Zeitraum hinweg.
Eines liegt uns noch am Herzen: Bei den oben beschriebenen Beschwerden sollte auf jeden Fall der Hausarzt informiert werden, damit die genaue Ursache und Behandlung abgeklärt werden kann.
 
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