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Fortschritte bei der Behandlung von Hepatitis C

© jarun011 AdobeStock 199816679

Nach aktuellen Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa ein Prozent der Weltbevölkerung mit dem Hepatitis C Virus (HCV) infiziert – über 70 Millionen Menschen, die an der chronisch verlaufenden, durch Viren ausgelösten Leberentzündung leiden. Erfolgt keine Heilung, kann Hepatitis C letztendlich die Zerstörung der Leber zur Folge haben, doch die Chancen auf Genesung haben sich Dank des medizinischen Fortschritts erheblich verbessert – über 95 Prozent der Betroffenen werden wieder gesund und der Wunsch, dass es in Zukunft möglich ist, alle HCV-Infizierte zu heilen, ist keine Utopie.

Infektion mit und Verlauf von Hepatitis C

Der Übertragungsweg des Virus‘ geht über das Blut. Zu Zeiten, als es erst frisch identifiziert worden war (erstmals 1988), waren die Ursachen für die Infektion häufig verseuchte Blutkonserven oder andere Blutprodukte. Schnell wurden deshalb Tests zur Kontrolle der Blutkonserven entwickelt und -produkte außerdem noch virusinaktiviert – damit ging das Risiko, sich bei einer Blutübertragung oder auch durch die Nutzung von beispielsweise Gerinnungsfaktor-Präparaten zu infizieren, gegen null. Neuübertragungen finden seitdem überwiegend beim Drogenkonsum (wenn Injektionsnadeln/-spritzen mehrfach/von mehreren Personen verwendet werden), beim Tätowieren oder Piercen mit mangelhaft desinfizierten Werkzeugen, sowie beim Geschlechtsverkehr statt.
Das Tückische bei der HCV-Ansteckung ist, dass sie oft unbemerkt bleibt, da nicht zwingend Symptome auftreten oder nur leichte, grippeähnliche. Während in ungefähr 20 bis 50 Prozent der Fälle die Krankheit innerhalb weniger Monate selbstständig ausheilt, wird sie bei den verbleibenden chronisch – dann lassen sich nachdem sechs Monate seit der Infektion vergangen sind, weiterhin Viren im Blut nachweisen. Leider bleiben die Erkrankten auch weiterhin und so lang beschwerdefrei, bis sich nach zwei bis drei Jahrzehnten die klassischen Anzeichen der fortschreitenden Leberinsuffizienz (z.B. abnehmende Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, manchmal auch gelbliche Augäpfel) zeigen. 

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt

Es ist also von entscheidender Wichtigkeit, sich auf Hepatitis C (Antikörper-Test) untersuchen zu lassen, wenn der Verdacht auf eine Infektion besteht. (Bereits sechs bis neun Wochen nach der Ansteckung sind diese Antikörper, die Antwort unseres Immunsystems auf die Infektion, messbar.)
Dank nebenwirkungsarmer Therapien ist die Medizin heute in der Lage, innerhalb von relativ kurzer Zeit das Hepatitis C-Virus aus dem Körper zu vertreiben und Betroffene so vor den schweren, teils tödlichen, Spätfolgen zu bewahren.
 
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